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Kürzungen drohen: Stellungnahme zum aktuellen Haushaltsentwurf 2025 der Bundesregierung


Obwohl der Bundeskulturetat 2025 leicht ansteigen soll, ist im aktuellen Haushaltsentwurf eine starke Kürzung der Mittel für die Bundeskulturfonds und eine Einstellung der Förderung des Bündnisses der Internationaler Produktionshäuser vorgesehen.

Auch aus Nordrhein-Westfalen blicken wir mit großer Sorge auf diesen Haushaltsentwurf. Schon jetzt ist es für viele Künstler*innen herausfordernd, genug Fördergeber*innen zu erreichen, um die häufig erforderten Mischfinanzierungen ihrer Projekte sicherzustellen und die kürzlich auf Bundesebene eingeführten verbindlichen Mindesthonorare einzuhalten. Eine Kürzung der Bundeskulturfonds würde diese Lage weiter verschärfen und sich damit unmittelbar auf die Arbeit vor Ort auswirken.

Die im aktuellen Haushaltsentwurf vollzogene Kehrtwende zum Koalitionsvertrag – trotz stabil bleibender Mittel – hat darüber hinaus eine dramatische Signalwirkung auch an Kommunen und Länder, die unter angespannten Finanzlagen aktuell vor der Aufstellung ihrer Haushalte stehen.

Die Freie Kunst- und Kulturszene eröffnet mit ihrer Arbeit bundesweit Freiräume für gesellschaftliche Auseinandersetzung, schafft Gemeinschaftserlebnisse und stärkt ein vielfältiges und demokratisches Miteinander. Gerade jetzt gilt es diese Arbeit und ihre Institutionen stabil zu halten. Wir schließen uns den Stellungnahmen der Bundeskulturfonds und des Bündnisses der Internationalen Produktionshäuser an und fordern eine umgehende Korrektur des Haushaltsentwurfs entsprechend der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Zielsetzungen.

Zur Stellungnahme des Kulturrates NRW

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